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Hochzeitsjournal Schwarzwald-Baar-Heuberg 2014

INDIVIDUELLE TRAUUNGSZEREMONIEN 9 von Lupus M. Richter Ich glaube, jeder von uns hat Ideen,Bilder, Erfahrungen und vor allem Träume davon, wie es aussehen könnte, wenn zwei, die sich fürs Leben gefunden haben, ihre Verbindung miteinander bekräftigen und feiern. Aber wie passen die Vorstellungen zusammen und wie lassen sie sich realisieren? Zu heiraten ist ein Entschluss, der aus einem tiefen und vollkommen intimen Gefühl er- wächst, aber wie kein anderes Ereignis eine kaum überschaubare Lawine von Fragen und Entscheidungen nach sich zieht. Wo wollen wir heiraten? Wie werden wir feiern und wen laden wir ein? Folgen wir der Tradition und den Erwartungen unserer Familien oder finden wir eine eigene Form, bei der wir uns zeigen können, so wie wir heute wirklich sind? Mit dem Eheversprechen wird nicht zuletzt auch eine Lebens- und Wertegemeinschaft bekräftigt, die natürlicherweise auf dem Boden der Eltern und Vorfahren aufbaut. Mit dem Hochzeitsfest hat sie aber auch die Gelegenheit, selbstbewusst und stolz zu zeigen, was daraus erwachsen ist. Die Klärung der gestalterischen Fragen kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Die organisatorischen Belange drohen dabei gelegentlich den Anlass und Kern des Gan- zen in den Hintergrund zu drängen: Was bedeutet uns die Ehe? Was wollen wir uns ver- sprechen? Was wünschen wir voneinander? Die Trauungszeremonie ist natürlich das Herzstück der Hochzeitsfeier und sollte auch den Kern des Anlasses widerspiegeln: die Persönlichkeit, Geschichte und Haltung der Liebenden zueinander und ihre persönlichen Glaubenshaltung oder Ethik; denn keiner Religion anzugehören, heißt ja noch lange nicht, keinen Glauben zu haben. In den letzten Jahren haben viele Brautleute mangels alternativer Möglichkeiten auf dieses festliche Herzstück der Hochzeit verzichtet, doch mittlerweile gibt es immer mehr freie TheologInnen und freie SeelsorgerInnen, die eine individuelle Gestaltung der Trauungszeremonie anbieten – ohne Glaubensdogma, konfessionsunabhängig, in der Gestaltung den Vorstellungen der Brautleute folgend. Die Brautleute können in Ruhe abwägen, bei welcher freien Seelsorgerin oder welchem freien Seelsorger sie sich gut aufgehoben fühlen, denn dies ist die entscheidende Grundlage für ein sehr persönliches Vertrauensverhältnis. Er hilft ihnen auch, im Trubel der Vorbereitungen das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren: Wir werden Mann und Frau! Der Autor Lupus Richter lebt in Freiburg und arbeitet seit 2001 umfas- send als freier Seelsorger. Der von ihm gegründete gemeinnützige Verein WildRose hat bereits ein großes Netzwerk für freie und bodenständige Spiritualität aufgebaut. Miriam Krug und Lupus Richter bieten in der neu gegründeten „WildRose- Praxis für Freie Seelsorge" neben Freien Trauungen auch andere Familienrituale wie Taufen oder Abschiedsfeiern an. Adressen: • www.wildrose.de • www.lupusrichter.de • www.meineweise.com • www.freietrauungen.wordpress.com Die freie Trauung Sie wird durchgeführt von freiberuflichen Theologen, die selbst nicht an eine tradi- tionelle Kirche gebunden sind. Hier kön- nen die Brautleute Ablauf, Ort, usw. selbst bestimmen. Wiederheirat Geschiedener In der katholischen Kirche darf man sich normalerweise nur einmal im Leben das Ja-Wort geben. Das bedeutet, dass Ge- schiedene, die erneut heiraten möchten, auf den kirchlichen Segen verzichten müssen. Es sei denn, die frühere Ehe wurde von einem kirchlichen Gremium ausdrücklich für nichtig erklärt. Aus evangelischer Sicht gilt die Ehe zwar auch für unauflöslich, hier hat der Pfar- rer jedoch einen Spielraum. Es liegt in seinem Ermessen, ob er nach Absprache mit dem Dekan einer erneuten Trauung zustimmt.

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