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Infobroschüre Todtnau Schönau 2014

HISTORISCHES, DAS VERBINDET machungen möglich, so z. B. beim Dürrackerrecht im Jahr 1519. Während der Kriegsnöte des 17. und 18. Jahrhunderts mussten sich die beiden Talvog- teien je nach ihrer Einwohnerzahl an Fuhrlöhnen, Einquartierungen und Kriegskosten beteiligen. So wurden im Oberen Wiesental viele Höhen und Tiefen der Geschichte gemeinsam erlebt. Dazu ge- hören auch die Stadterhebungen im Jahr 1809 durch Großherzog Karl Friedrich I. von Baden. Nach der Revolution von 1848 folgte eine wirtschaftli- che Blüte, die Einweihung der Schmalspureisen- bahn Zell-Todtnau anno 1889 trug dieser Auf- wärtsentwicklung der Bürsten-, Papier- und Baumwollindustrie Rechnung. Ebenso wurden in den Jahren 1904 bzw. 1920 die Kraftwagenlinien zwischen Schönau-Todtnau-Freiburg sowie Schönau-Todtnau-Titisee geschaffen, um dem Wirtschaftsboom und dem beginnenden Fremden- verkehr Rechnung zu tragen. Leider musste der Ei- senbahnverkehr im Jahr 1968 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Heute dient die Bahn- trasse neben der Führung von Versorgungsleitun- gen auch als beliebter Wander- und Fahrradweg. In Todtnau wurde im Jahr 1860 eine Gewerbe- schule gegründet, bald darauf in eine Fortbil- dungsschule umgewandelt. Sie wurde im Jahr 1906 als Gewerbeschule zusammen mit Schönau neu errichtet. Todtnau gehörte von Oktober 1936 bis September 1945 zum damaligen Kreisverband Neustadt, während Schönau immer dem Landkreis Lörrach angehörte. Dies trennte zwar kurzfristig, von der politischen Obrigkeit so angeordnet, das Tal, jedoch war das Schicksal der Bewohner auch in jener schweren Zeit eng verbunden. Daher ist es um so erfreulicher, dass mit dieser Bürgerbro- schüre neben vielen anderen gemeinsamen Aktivi- täten und Projekten, wie z.B. der Gemeinschafts- schule, die Zusammenarbeit wieder neu entdeckt und aktiv zum Wohle aller im Tal lebenden Bürge- rinnen und Bürger als gewachsene Tradition ge- pflegt wird. 5 Auf den Spuren des Todtnauerli Das Todtnauerli war eine rund 19 Kilome- ter lange private Schmalspurbahn von Zell im Wiesental nach Todtnau am Fuße des Feldbergs. Sie war eine Fortsetzung der Strecke Basel–Lörrach–Zell und wurde deshalb auch als Obere Wiesentalbahn bezeichnet. Das Badische Eisenbahn- Konsortium unter Beteiligung der Firma Herrmann Bachstein und einiger Banken eröffnete den Betrieb dieser zweiten Schmal- spurbahn im gesamten Großherzogtum Baden am 7. Juli 1889. Der Rückgang des Verkehrsaufkommens führte zur Stilllegung des Personenverkehrs am 25. September 1966 und des Güterverkehrs am 24. September 1967. 1968 wurden die Geleise entfernt. Heute ist es einer der schönsten Rad- und Wanderwege der Region.

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