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Bürgerinfobroschüre Waldshut-Tiengen 2014

24 Bereits seit dem Jahr 2000 kann sich Waldshut- Tiengen mit dem Titel Solarstadt schmücken. Er wurde ihr damals wegen der Inbetriebnahme einer Solaranlage auf dem Dach des Krankenhauses von der Deutschen Umwelthilfe verliehen. Erneuerbare Energien sind die sinnvolle Zukunft – das haben die Verantwortlichen in Waldshut-Tien- gen bereits damals erkannt. Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke haben die Nutzung erneuerba- rer Energien seither stetig vorangetrieben. Allein aus Photovoltaik wird heute rund 2300-mal so viel Strom gewonnen wie im Jahr 2000. Den Platz an der Sonne clever genutzt Ein Gewinn für die Umwelt und den Geldbeutel Heute sind im gesamten Stadtgebiet mehr als 450 städtische und private Photovoltaikanlagen in Betrieb. Damit speisen die Stadtwerke Waldshut-Tiengen rund 386000 kw/h ein, die privaten Anlagen tragen 8,3 Millionen kw/h bei. Insgesamt beträgt die komplett installierte Leistung aller PV-Anlagen im Netzgebiet derzeit 9,4 MW. Damit können 2500 Haushalte versorgt und jährlich 5394 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch die So- laranlage auf dem Krankenhausdach leistet bis heute zuverlässig ihren Dienst als Energielieferant und produziert im Jahr 28000 KWh Strom. Immerhin 16 Tonnen CO2, um die die Umwelt entlastet wird. Sonnenenergie aus dem Gewerbepark Hochrhein Im Jahr 2008 stand der Solarstadt ein Meilenstein bevor: die Inbetriebnahme der Solaranlage im Gewer- bepark Hochrhein. Die Dimensionen: 2880 Solarmodule auf 4790 Quadratmetern Fläche, die jährlich rund 750000 bis 850000 KWh Strom erzeugen. Genug, um mindestens 250 Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Umwelt bleiben damit jährlich 400 Tonnen CO2-Emmission erspart. Die Anlage steht im Gewerbepark Hochrhein auf einer zum Berg aufgeschütteten Kalkhydratdeponie. Sie liegt zwischen den Stadtteilen Waldshut und Tiengen, direkt an der Schweizer Grenze auf der Werks- deponie nördlich des ehemaligen Werksgeländes. Früher befanden sich hier die Lonza-Chemiebetriebe. Sie wird gemeinschaftlich von der Gewerbepark Hochrhein GmbH und den Stadtwerken Waldshut- Tiengen betrieben. Man müsste einfach der Sonne folgen … – das war die einfache und clevere Idee bei der Planung der Solaranlage. Die eingesetzte Technik ist raffiniert: Die einzelnen Solar- module sind zu Paneelen zusammengefasst, die an Seilen drei Meter über der Erde montiert sind. Durch diese Seil- montage können die Module alle zehn Minuten automa- tisch neu am Sonnenstand ausgerichtet werden – und bringen so 15 bis 20 Prozent mehr Ertrag als fest montierte Solaranlagen. Eine clevere Idee, die mit Hilfe einer Seilbahn- firma aus der Schweiz realisiert werden konnte. Mit Solarenergie in die Zukunft Die Debatten um Atomstrom sind aktueller denn je zuvor, die Bilder aus Tschernobyl und Fukushima in allen Köpfen. Für den ökologischen, grünen Weg hat sich die Stadt Wald- shut-Tiengen schon längst entschieden. Auch in Zukunft wird man Solarprojekte planen und realisieren, um dem Titel Solarstadt Waldshut-Tiengen gerecht zu werden. SOLARSTADT WALDSHUT-TIENGEN

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