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Bürgerinfobroschüre Waldshut-Tiengen 2014

5 Interessante Zahlen Einwohner: Waldshut-Tiengen gesamt 23631 – Waldshut 10622 – Tiengen 8602 – Gurtweil 1599 – Aichen-Gutenburg 309 – Breitenfeld 165 – Detzeln 258 – Eschbach 466 – Gaiß-Waldkirch 228 – Indlekofen 349 – Krenkingen 263 – Oberalpfen 396 – Schmitzingen 374 Fläche: Bodenfläche insgesamt 7798ha Siedlungs- und Verkehrsfläche 1111ha darunter Gebäude- u. Freifläche 618ha Verkehrsfläche 429ha Landwirtschaftsfläche 3497ha Waldfläche 3021ha Wasserfläche 135ha Übrige Nutzungsarten 33ha Stand: 31. 8. 2014 Stadtteil Tiengen (345m ü. NHN) Die Vier-Täler-Stadt Tiengen kann auf eine reiche und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Der „Lange Stein” an der Wutach aus der Bronzezeit, der größte der vier Menhire im Hochrheingebiet, zeugt davon. Im Schnittpunkt der ost-westlich verlaufenen Völkerstraße des Rheintals mit der nord-südlich verlaufenen Wu- tach-Aaretalstraße gelegen, weisen zahlreiche Funde auf die römische Besetzung hin, z.B. der 1926 Rich- tung Gurtweil teilweise ausgegrabene Gutshof mit großer Warmbadeanlage, zahlreichen Münzen und eine gepflasterte Militärstraße von Koblenz in Richtung Oberlauchingen. 858 erstmals urkundlich erwähnt, war Tiengen im 9. Jahrhundert Vorort des Albgaus. Als ummauerte Markt- siedlung wurde es erstmals im Jahr 1112 erwähnt. Abt Bernhard von Clairvaux rief in der Tiengener Kirche 1146 zum Kreuzzug auf. 1241 verkauften die Stühlinger die Stadt an das Bistum Konstanz, das 1261 Tiengen als Lehen an Heinrich von Krenkingen gab. 1275 erhielt Tiengen das Münzrecht. 1413 gab Graf Diethelm von Krenkingen Stadt und Schloss an Konstanz zurück. Den Überfall der Schweizer im Jahr 1415 wehrten die Tiengener erfolgreich ab. Priester, Vogt und Ratsherren legten aus diesem Anlass ein Dankgelöbnis ab. Es ist der geschichtliche Ausgangspunkt des kirchlichen Schwyzer- tages, der bis heute traditionell jährlich am 1. Sonntag im Juli gefeiert wird. 1429 wurde die Stadt an Hermann von Hohenlandenberg und von 1443 bis 1456 an Bilgeri von Heudorf verpfändet. Im sogenannten älteren Schweizer Krieg 1468 besetzten die Schaffhauser Tiengen und es blieb bis 1476 in ihrem Besitz. Bischof Otto von Konstanz verpfändete die Stadt 1482 an den Grafen von Sulz. Diese, schon seit 1408 Landgrafen im Klettgau, nahmen ihren Wohnsitz auf dem Schloss in Tiengen und machten die Stadt zur Residenz- stadt der Landgrafschaft Klettgau. Im zweiten Schweizer Krieg 1499 wurde die Stadt so gründlich zerstört, dass keines der heutigen Häuser über dieses Jahr zurückreicht. Graf Rudolf von Sulz baute Schloss und Stadt wieder auf, umgab die Stadt mit einer Ringmauer und gab Tiengen seine jetzige Gestalt. Während des Bauernkrieges 1525 schlossen sich die Tien- gener den Klettgauer Bauern an. Nach dem Aussterben der Grafen von Sulz 1687 kam Tiengen unter die Herrschaft der Fürsten von Schwarzen- berg und wurde 1806 großherzoglich-badisch. Der Führer des Aufstandes der badischen Revolutio- näre, Dr. Friedrich Hecker, wurde im Rathaussaal in Tiengen in die deutsche Nationalversammlung gewählt. 1862 erhielt die Stadt Bahnanschluss. Sehenswert in Tiengen sind u.a. das Schloss, die Pfarrkirche Mariä Him- melfahrt, erbaut von Peter Thumb, einige schöne gotische Häuser in der Zuber- und Priestergasse, das Haus „Stocker“, die Ölmühle, die ehemalige Zehntscheuer, der Stor- chenturm (eines der Wahrzeichen Tiengens) und der Aussichtsturm auf dem Vitibuck. ZAHLEN, DATEN

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