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Bürgerinfobroschüre Waldshut-Tiengen 2014

7 In der südenglischen Grafschaft Sussex liegt die Stadt Lewes, die schon längere Zeit part- nerschaftliche Beziehungen zu Blois unterhält. Bei der Feier zum 10-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Blois im Jahre 1973 kam es auch zum Austausch der Partnerschaftsurkun- den zwischen Lewes und Waldshut. Lewes liegt in den South Downs am Fluss Ouse 80km südlich von London. Östlich der Stadt erheben sich die Downs zu einem großen Krei- de-Hochufer, das noch aus großer Entfernung erkennbar ist. Weitere Infos: www.lewes-town.co.uk Ortschaft Schmitzingen (491m ü. NHN) Erstmals wurde Schmitzingen unter dem Namen „Smiczingen“ 1266 urkundlich erwähnt. Die Besiedlung des Seltenbachtales, das Schutz und Sicherheit bot, ist sicher schon einige Jahrhunderte früher erfolgt. Grundrechte hatten die Klöster Königsfelden und St. Blasien, das von 1644 ab den gesamten Zehnten einzog. Die Kapelle stammt aus den Nachkriegsjahren und ist dem Hl. Josef geweiht. Ortschaft Gaiß-Waldkirch (687m ü. NHN) Mit Schmitzingen und Gaiß bildete Waldkirch bis zur Eingliederung nach Waldshut eine Gemeinde mit 520 Ein- wohnern. Waldkirch wird in einer Urkunde 858 erstmals erwähnt, in der bestätigt wird, dass „Waldkiricha” als Stiftung dem Klo- ster Rheinau übergeben wird. Ein Waldkircher Adel ist seit 1267 be- kannt. Die Ortschaft Gaiß erscheint 1266 zum ersten Mal in einer Urkunde, und 1543 wird ein Junker Jacob in Ofterdingen als Herr in Gaiß erwähnt. Im Lauf der Jahrhunderte hatte Wald- kirch viel zu erleiden, da immer wieder Truppen durch das Dorf zogen, das an der alten Durchgangsstraße vom Rhein- tal in den Schwarzwald liegt. Bereits im 13. Jahrhundert dürfte in Waldkirch eine Kirche gestanden haben. Ortschaft Indlekofen (538m ü. NHN) Zu Indlekofen gehört Aispel, 1265 erstmals erwähnt, als Rudolf von Habsburg das Vogtsamt über Indlekofen dem Kloster Muri übergab. Aber auch das Kloster St. Blasien hatte hier Besitzungen. 1469 wurde der Bläsi-Hof in Indlekofen von Schweizern niedergebrannt, die vor Waldshut lagen und Raubzüge in die Umgebung unternahmen. Nach 1500 begaben sich die Indlekofer unter den Schutz der Stadt Waldshut. Ortschaft Oberalpfen (641m ü. NHN) Die beiden Alpfenorte Ober- und Unteralpfen wurden bereits 850 im Zusam- menhang mit ihrer Vergabe an das Kloster Rheinau urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert taucht dann Oberalpfen allein in Urkunden auf, etwa als Rudolf von Habsburg 1259 Oberalpfen zwang, einen finanziellen Beitrag zu lei- sten. 1290 übernahm St. Blasien die Vogtei über den Fronhof in Oberalpfen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast völlig zerstört. Ortschaft Eschbach (463m ü. NHN) Die älteste Urkunde von Eschbach stammt aus dem Jahr 1150, in der ein Holdevinus von Eschbach genannt wurde, ein Dienstmann der Zähringer. Bereits 1288 wurde Eschbach ge- nannt. Das geschützt liegende Lieder- bachtal ist früh besiedelt worden. Der Ort gehörte bis 1805 zur Einung Dogern. Johann Marder aus Eschbach nahm an den Salpetererunruhen teil. Zur Strafe wurde er nach Ungarn ver- bannt. An der Waldshuter Fronleichnams- prozession gehen die Eschbacher Mädchen an der Spitze der Frauen, weil sich die Eschbacher 1525 nicht der Wiedertäuferbewegung anschlos- sen. Die Kapelle im Ort, die 1973 renoviert wurde, ist dem Hl. Pankratius ge- weiht. Eschbach ist eine Filiale der Stadtpfarrei Waldshut. Ortschaft Krenkingen (531m ü. NHN) Die Geschichte Krenkingens ist eng verbunden mit der Geschichte des Adelsge- schlechts der Freiherrn von Krenkingen, die 1090 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Die Krenkinger gehörten lange Zeit zu den einflussreichsten und begütertsten Familien des Gebietes. Es gehörten ihnen mehrere Burgen und Schlösser, 1262 waren es fünf. Ebenso waren Vertreter dieses Geschlechtes Vögte in mehreren Dörfern, Schirmvögte der Reichenau, Rheinaus und des Bistums Konstanz. Im 14. Jahrhundert beginnt das Geschlecht zu verarmen; der Besitz, darunter auch das Dorf Krenkingen, wird veräußert, ein großer Teil an das Kloster St. Blasien. PARTNERSTADT Lewes / England Beim Festakt zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum 2013 erneuern die drei Bürgermeister Marc Gricourt (Blois), Ruth O'Keeffe (Lewes) und OB Martin Albers die Freundschaft zwischen den Partnerstädten.

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